Grabstein von Inken und Peter Peters
1758 war ein glückliches Jahr für Uwe Peters, er heiratet seine Inken. Im folgenden Jahr wird das Haus fertig, in dem er mit ihr und den sieben Kindern wohnen wird. Das Grundstück mit Blick auf das Wattenmeer erhielt er von seinem Großvater mütterlicherseits. Das Haus beherbergt heute das Sylt Museum.Über der Eingangstür befindet sich ein Sandsteinrelief mit der Abbildung der Dreimastbark „Fortuna“ der Reederei De Voß in Altona.
Uwe Peters war der erste Kapitän der „Fortuna“, zwei Söhne und sein Schwiegersohn fuhren ebenfalls auf diesem Schiff als Kapitäne. Uwe Peters überlebt alle seine Söhne, drei bleiben auf See. Der Dreimaster auf dem Grabstein wird sicherlich auch die „Fortuna“ darstellen. Jeder Seefahrer fürchtete den Tod fern der Heimat und wünschte sich ein Begräbnis in heimatlicher Erde. Uwe Peters wird dieser Wunsch erfüllt, er wird neben seiner geliebten Frau beerdigt. Dieser besonders schöne Grabstein dokumentiert nicht nur, daß seine Frau Inken nicht wie viele andere am Kindbettfieber sterben mußte, auch ihr Mann Uwe kehrte immer wieder von den gefährlichen Walfangfahrten zurück.
Die Restauratorin Stephanie Silligmann und ihr Team haben diesen Stein nun wieder liebevoll restauriert und lesbar gemacht. Er steht an der Südwand der Keitumer St. Severin Kirche. So kann er bei einem Besuch des Keitumer Friedhofs wieder in voller Schönheit bewundert werden.
Grabstein von Inken Peters (*30.9.1734 +12.10.1800)
„Ruhe wohl geliebter Schatz,
In dem kühlen Grabe
Da ich einst gewünschten Platz
Neben dir auch habe.
Ruhe bis wir auferstehn
Und denn alle beyde
Herrlich und vereinigt gehen
In des Himmels Freude“
Grabstein von Uwe Peters (*12.5.1729 + 31.3.1811)
„Gott hat mein Wunsch gewährt
Ich ruhe jetzt in Frieden
Bey mein Schatz in der Erd
Von dieser Welt geschieden.
Mein Schiff stößt an kein Strand
Ich bin nun angekommen
Und ins Himmels Vaterland
Als Bürger aufgenommen.“




